6 häufige SEO Irrtümer 2018

    von Daniel Zaino am 15. Mai 2018

    SEO-Best Practice und Standards verändern sich immer schneller. Methoden, die vor einem halben Jahr noch unerlässlich waren für ein gutes Ranking auf Google und Co., sind heute plötzlich irrelevant. Dafür werden die Qualität des Contents und eine saubere Struktur der Webseite vermehrt grossgeschrieben. Wir stellen Ihnen sechs SEO Irrtümer von 2018 vor, die mit den letzten Updates von Google einhergehen.

    6 häufige SEO-Irrtümer 2017Die letzten grösseren Suchmaschinen-Algorithmus-Updates hatten es in sich. Seit Penguin 4.0 im September 2016 und Fred im März 2017 wird qualitativ hochwertiger und für die Zielgruppen relevanter Content für die SEO wichtiger denn je. Um im Suchmaschinen-Ranking weiterhin die Nase vorne zu haben und nicht nach hinten versetzt zu werden, gilt es, folgende 6 weit verbreiteten Irrtümer zu kennen und zu vermeiden

     1. Irrtum: Keywords müssen exakte Treffer sein und möglichst oft vorkommen
    Google lernt immer dazu. Mit seinem RankBrain-Update verwendet es seit Anfang 2015 einen Machine-Learning-Algorithmus, der verwandte Keyword-Themen erkennen und einander zuordnen kann. Der Algorithmus lernt selbstständig dazu und kann auch für Wortneuschöpfungen und Umgangssprachliche Begriffe sowie Spracheingaben die relevantesten Resultate bereitstellen. Google durchsucht demnach nicht mehr einfach die Websites nach einem gesuchten Keyword, sondern versucht die Absicht hinter einer Suchanfrage zu erkennen, um dem User den richtigen Content auszuliefern.

    RankBrain wird 2018 eine weitaus kritischere Rolle einnehmen als zuvor. Die zwei wohl wichtigsten Komponenten die RankBrain ausmachen sind die Dwell Time und Click-Through-Rate (organische CTR). Falls Sie dieses Jahr ein SEO- Meister werden wollen, lohnt es sich, Ihren Content auf diese zwei Metrics zu optimieren!

    Die Zeit, welche ein User auf Ihrer Webseite verbringt (Dwell Time) teilt Google indirekt mit, wie interessant und brauchbar Ihr Content ist. Laut einer Branchenstudie von SearchMetrics haben die TOP 10 der SERPS eine durchschnittliche Dwell Time von 3 min 10 sek. Klickt ein erheblicher Teil der User zudem auf Ihr Resultat (CTR), nutzt dies Rankbrain als Zeichen, dass Ihre Page einen Ranking-Boost erhalten sollte.

    Google konzentriert sich mittlerweile nicht mehr nur auf Content, sondern zu einem grossen Teil auf Kontext. Zielen Sie deshalb nicht zu stark auf die wiederholte Verwendung der immergleichen Keywords ab. Erstellen Sie stattdessen Content, der für Ihre Zielgruppe wirklich relevant ist und strukturieren Sie diesen übersichtlich und nachvollziehbar. Texten Sie für Ihre Nutzer und nicht für Google.

    2. Irrtum: Hauptsache Backlinks und Traffic

    Möglichst viele Backlinks und Traffic auf die eigene Webseite packen, um von der Suchmaschine besser gerankt zu werden? Das war einmal. Google erkennt schlechten Traffic und wird Ihre Seite unweigerlich abstrafen, falls Backlinks auf Ihrer Seite solchen generieren. Linkbuilding ist zwar nach wie vor ein essentieller Aspekt für das Ranking, jedoch gilt auch hier einmal mehr Qualität vor Quantität. Behalten Sie Ihr Analytics im Auge, distanzieren Sie sich von schlechtem Traffic (z.B. mit Googles Disavow-Tool) und filtern Sie die Hostnames von Spam-Referrern aus Ihrem Analytics Konto. 

    3. Irrtum: Weniger ist mehr 
    Google ist heutzutage um einiges cleverer geworden. Versuchen Sie deshalb nicht nur, möglichst qualitativen Content zu generieren, sondern achten Sie auch darauf, dass dieser das Thema eingehend behandelt. Dadurch wird Ihren Besuchern nicht nur das bestmögliche Erlebnis ermöglicht, es steigert auch die bereits erwähnte, wichtige Dwell Time ihrer Seite. Wie in Punkt 1 bereits aufgeführt spielt die Anzahl verwendeter Keywords keine zentrale Rolle mehr. Ihr Content sollte abgerundet werden, indem Sie streng verwandte Keywords einbauen (LSI Keywords).

    Wenn Sie diese Informationen in Ihren Text miteinbeziehen, stellen Sie sicher, dass das Wichtigste über Ihr Unternehmen gut sichtbar dargestellt wird: 

    • Wer sind Sie?
    • Was machen Sie?
    • Wo sind Sie zu finden (für Lokale Unternehmen)?
    • Warum sollte man sich für Sie entscheiden?
    • Welchen nächsten Schritt sollen Besucher Ihrer Webseite machen?

     Indem diese Fragen mittels tiefgreifendem Content beantwortet werden, gewinnen Sie Rankbrain für sich und schaffen sich einen Vorteil gegenüber ihren Mitbewerbern. 

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     4. Irrtum: Lokale SEO ist irrelevant
    Wenn Sie als lokales Unternehmen gefunden werden wollen, kommen Sie um die lokale SEO nicht mehr herum. Mit verhältnismässig wenig Aufwand können Sie sich im Ranking um einen lokalen Suchbegriff gegen grosse internationale Unternehmen durchsetzen. Erstellen Sie dazu einen kostenlosen Brancheneintrag mit Google My Business und pflegen Sie diese Seite genauso wie Ihre Webseite. 

    Auch für Ihre AdWords Textanzeigen kann die Google-Unternehmensseite verwendet werden, indem Sie eine Standorterweiterung verwenden.

    Mehr zu AdWords gibt es in unserem Blogbeitrag 5 Best Practice Tipps für Google AdWords.

    5. Irrtum: SEO ist eine Aufgabe für die IT

    Zweifellos hat es seine Richtigkeit, den Aufbau und die Strukturierung Ihrer Webseite einem IT-Spezialisten überlassen, um technisch ein gutes Ranking zu erhalten. Allerdings sollten Sie sich zuerst um wirklich guten und relevanten Content kümmern und erst danach die IT-Leute ins Boot holen. Gerade nach den anfangs erwähnten Algorithmus-Updates von Google gilt einmal mehr: «Content is King». Deshalb sollten Sie der Erarbeitung dessen besonders viel Aufmerksamkeit schenken. 

    6. Irrtum: Bei SEO geht es ausschliesslich um ein hohes Ranking in den SERPs

    Sehr weit verbreitet ist die Annahme, dass mit SEO um jeden Preis die vordersten Plätze in den SERPs (Search Engine Result Pages, oder auf Deutsch Suchergebnisseiten) zu erreichen seien. Das stimmt jedoch nur teilweise und ist, wie so oft, leider nicht so simpel. Es stimmt zwar, dass die ersten drei Einträge am häufigsten angeklickt werden, doch noch wichtiger als möglichst viele Klicks zu generieren ist es, die richtigen Klicks zu erhalten. Erreichen Sie mit Ihrer Seite zum Beispiel den ersten Platz, bieten aber nicht die richtigen Inhalte, wird Ihre Seite zwar gesehen, aber nicht zwangsläufig auch angeklickt. Oder aber Sie holen viel Traffic auf Ihre Webseite, verdienen aber beispielsweise kaum Geld damit und Ihre Bounce Rate steigt. 

    Beachten Sie die folgenden Schritte, um relevanten Traffic auf Ihre Webseite zu holen: 

    • Wählen Sie Ihre Keywords sorgfältig aus und texten Sie relevanten Content. Ein hohes Ranking auf den SERPs lohnt sich nur, wenn Sie Content zum entsprechenden Thema anbieten. Alles andere ist Ressourcenverschwendung.
    • Texten Sie eine ansprechende Meta-Beschreibung. Auch wenn sie keinen direkten Einfluss auf das Suchmaschinen-Ranking hat, wirkt sich eine gute Meta-Beschreibung nachweislich positiv auf das Klickverhalten der Nutzer aus.
    • Das oberste Ergebnis auf den SERPs ist nicht immer ein organischer Eintrag. Häufig handelt es sich bei den erstplatzierten Ergebnissen um bezahlte AdWords Anzeigen. Überlegen Sie sich also, für mobile Suchanfragen oder stark umkämpfte Keywords in Anzeigen zu investieren.
       

    Fazit:
    Bei SEO geht es heute grundsätzlich darum, ein positives Gesamterlebnis für die Benutzer Ihrer Webseite zu schaffen. Dieses Erlebnis beginnt mit der Eingabe des Suchbegriffs in das Google Suchfeld. Je besser die Qualität und Relevanz der Inhalte, je anwenderfreundlicher die Navigation und je strukturierter der Aufbau, desto besser wird auch Ihr Ranking in den SERPs ausfallen.

     

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    Themen: SEO, Google Ranking

    Autor: Daniel Zaino

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