Sind Ihre Rankings von Google's «Speed Update» bedroht?

    von Daniel Zaino am 19. Juli 2018

    Seit dem 9. Juli 2018 ist klar: Google bezieht nun in ihren Mobile-Suchresultaten mit ein, wie schnell eine Website lädt. Das Google «Speed Update» wird Website-Besitzer betreffen, die Ihren Traffic sowie Ihr Einkommen vor allem aus den organischen Mobile-Suchresultaten beziehen. Doch wie erheblich ist dieser Ranking Faktor wirklich? Und welche Ihrer Websites könnte dies negativ beeinflussen? Antworten dazu gibt es in diesem Artikel.

    Dass Google den Site-Speed als Ranking Faktor benutzt ist sicher nicht neu. Seit 2010 ist die Ladezeit ein Ranking-Faktor in der Desktop Suche. Der neue Fokus auf Mobile Traffic hängt vor allem mit den neuen Suchgewohnheiten der User der mobilen Version des Webs zusammen.

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    Was ist Google’s Speed Update?

    Seit Juli 2018 kalkuliert Google die Ladezeit auf mobilen Suchgeräten in den Search Rankings mit ein. Langsame Seiten werden unter Umständen immer noch von Google gezeigt.

    Allerdings werden Sie für kompetitive Keywords enorm schnelle Ladezeiten aufweisen müssen, wenn Sie in den Suchresultaten Fuss fassen wollen. Dabei ist irrelevant, welche Technologien Sie für die Erstellung und Instandhaltung Ihrer Website verwenden.

     

    Welche Suchresultate werden von Google’s «Speed Update» betroffen sein?
    In Ihrer Ankündigung gab Google bekannt, dass der überarbeitete Mobile-Algorithmus die langsamsten Websites für einige Suchbegriffe abstrafen wird.

    Zugegebenermassen wird die Seiten-Ladezeit keineswegs so hoch gewichtet, wie etwa die Relevanz des Contents oder die organische Click-Through-Rate. Zählt Ihre Website allerdings zu den langsameren des mobilen Internets, laufen sie Gefahr, Ihre Top Platzierung zu verlieren.

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    Die Rankings von den langsamsten Websites werden für kompetitive Keywords mit höherem Suchvolumen am meisten darunter leiden. Konkurrierende Seiten die schneller laden, dürften hier an Oberhand gewinnen. 

    Die gute Nachricht: Gemäss Google sollten Verbesserungen bezüglich Website-Geschwindigkeit einen zunehmenden Ranking-Nutzen mit sich ziehen. Website Besitzer sollten einen kummulativen Effekt erfahren beim Implementieren von kleinen, positiven Änderungen. 

     

    Wieso macht Google Ladezeiten zu einem mobilen Ranking Faktor?
    Die Zahl der mobilen Suchanfragen wächst stetig und ist seit dem Jahr 2015 höher als bei Desktop. Diese Entwicklung scheint über die nächsten Jahre weiter zuzunehmen.

    Ein weiterer Faktor ist die Rolle von Google selbst: Der Konzern selbst ist auf das Vertrauen der User in deren Suchergebnisse angewiesen. 53% aller Mobile-User springen nach nur 3 Sekunden Ladezeit von der Website ab. Führt Google diese zu langsamen Websites, macht es sich für diese schlechte User-Erfahrung mitverantwortlich. Deshalb liegt es in Google’s Interesse, Websites zu belohnen, die sich um schnelle Ladezeiten bemühen. 

     

    Fazit
    Es ist nicht üblich, dass Google vorzeitig Bescheid gibt über Algorithmen-Updates. Die Ankündigung vom 9. Juli zeigt einerseits, dass dem «Speed Update» wohl eine erhebliche Bedeutung zukommen wird. Andererseits scheint Google damit auch Unternehmen und Website-Inhaber zum Handeln bewegen zu wollen. Google’s «Speed Update» stellt wohl für viele bloss einen weiteren algorithmischen Störfaktor dar. Trotzdem ist es durchaus auch eine Chance, um sich gegenüber Ihrer Konkurrenz einen erheblichen und nachhaltigen Vorteil zu verschaffen.

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    Themen: SEO, Mobilegeddon

    Autor: Daniel Zaino

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