Der Beginn meiner Lehre bei atedo im Corona-Jahr

    von Lars Reimann am 17.03.21 11:01

    Das letzte Jahr war geprägt von Schicksalsschlägen, Kündigungen, Neuanfängen, Demonstrationen und ganz viel Medienrummel um ein gewisses Virus namens SARS-CoV-2 besser bekannt unter dem Namen Covid19. Hart getroffen hat es neben den Selbstständigen und Kultur schaffenden auch die Jugendlichen, genauer die, die in dieser Zeit einen Beruf suchen und finden müssen. Und zu diesen Menschen gehöre ich. Ich habe im Jahr 2020 meinen Schulabschluss gemacht und erzähle euch jetzt, wie ich in Zeiten von Corona die Lehrstelle bekam und wie es für mich war, diesen gigantischen, lebensveränderten Schritt in so einer Situation zu machen.

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    Gewisse Plattformen und Fachzeitschriften reden ja schon von der «Generation Corona». Damit sind die jungen Erwachsenen gemeint, die im 2020 den Einstieg in die Arbeitswelt begannen. Die Menschen, die in dieser Zeit eine neue Berufsentscheidung treffen oder so wie ich, sich für einen Weg entscheiden, der sie jahrelang begleiten wird.

    Vor der Lehre

    Im zehnten Schuljahr kurz BVJ war der Fokus vor allem auf die Lehrstellensuche gelegt und dass das, was wir in den neun Jahren zuvor gelernt hatten, nicht verloren ging. Als dann das Virus kam, und die daraus folgende Pandemie, hat die Qualität des Schuljahres ziemlich gelitten. Zuerst weil es von Frontalunterricht auf Zoom bzw. Teams gewechselt hat und dann, weil man in Halbklassen nicht so vorankam, wie wenn alle anwesend waren. Die persönlichen Gespräche und die vielen Coaching-Einheiten zwischen Lehrperson und Schüler, die der Kern des BVJ sind, haben dank Corona kaum oder sehr mühsam stattgefunden. Nachdem ich deswegen ziemlich Schwierigkeiten hatte eine Lehre zu finden, hat mich kurz vor den Ferien die atedo AG, trotz Absage im Frühling, doch noch zurückgerufen und nach einigen Gesprächen hatte ich die Lehrstelle als Mediamatiker.

    Die grosse Veränderung

    In der Berufsschule haben wir Plexiglasscheiben auf dem Tisch und zu Beginn mussten wir nur im Gebäude die Masken tragen. Im Geschäft war es am Anfang eigentlich nicht speziell, wenn man was kaufen ging, musste man eine Maske mitnehmen, aber sonst hat das Ganze mich nicht sehr gestört. Erst als dann Kunden und Mitarbeiter in Verdacht waren, Covid19 gekriegt zu haben, wurde ich nachdenklicher und vorsichtiger. In der Berufsschule merkte ich, dass man sich sichtlich weniger konzentrieren konnte, als wir im Herbst die Masken während des ganzen Unterrichts tragen mussten. Das Atmen fiel einem schwerer und vor allem im Sport war es sehr ungünstig. Monate verstrichen und die Zahlen gingen rauf und runter. Im Büro war es so, dass nur noch eine gewisse Anzahl an Mitarbeitenden ins Büro durften. Doch das war nicht allzu tragisch, da die meisten problemlos von Zuhause arbeiten konnten.

    Lars Reimann Homeoffice

    Wie ich damit umgehe

    Im Vergleich zum Frühling kann ich heute mit der Situation viel besser umgehen, denn damals war ich manchmal ziemlich am Boden. Ich hatte keine Ahnung was auf mich zukommt und wie ich damit umgehen kann. Da ich diese Situation schon mal erlebt habe, war ich beim zweiten Lockdown besser vorbereitet. Das Homeschooling habe ich letztes Jahr bereits kennengelernt, neu dazugekommen ist das Homeoffice. Normal ist es sicher nicht im ersten Lehrjahr, einen Teil mit Maske zu verbringen und der andere Teil von Zuhause aus. Dennoch gefällt mir, wie die Firma mit dieser Situation umgeht.

    Einschränkung in der Freizeit

    Normalerweise würde ich nach der Arbeit oder der Schule mit einem Hobby oder durch das Treffen mit Freunden den Ausgleich finden. Die Work-Life Balance ist für viele vor allem Jugendliche in der jetzigen Zeit ziemlich schwer. Jetzt haben wir wieder Homeschooling und Homeoffice und man geht fast nie aus dem Haus. Normalerweise würde ich in dieser Zeit die Kinos stürmen, aber das geht ja nicht… Trotzdem versuche ich soviel Abwechslung wie möglich in meinen Alltag zubringen.

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    Themen: Unternehmenskultur

    Autor: Lars Reimann