Die 4 Arten von Nutzerdaten und deren Relevanz für eine erfolgreiche B2B-Strategie

    von Jenny Brawand am 21.06.21 15:43

    Die Bedeutung von personenbezogenen Nutzerdaten im Sales und Marketing steigt weiterhin an. Daten der Nutzer und deren Aktivitäten erlauben eine Individualisierung und Automatisierung von Sales- und Marketing-Kampagnen nach den individuellen Bedürfnissen der Nutzer. Auch Begriffe wie «Data Driven Marketing» und «Marketing Controlling» kommen dabei in den Sinn.

    Solche Nutzerdaten umfassen ein breites Spektrum an Informationen über Kunden, Besucher und Interessenten, die Ihr Unternehmen bedient. Auf der grundlegendsten Ebene sind Daten ein wesentliches Asset, um die eigene Kundschaft zu verstehen und um starke Sales- und Marketingansätze, sowie effektive Strategien zu entwickeln.

    Wir unterschieden dabei vier verschiedene Kategorien von Nutzerdaten: Stammdaten, Interaktionsdaten, Transaktionsdaten und externe Daten. Zusammen ergeben diese vier Datengruppen ein aussagekräftiges Gesamtbild Ihrer Nutzer:

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    Welche Arten von Nutzerdaten gibt es?

    Namen und Berufsbezeichnungen. E-Mail-Adressen, Support-Ticket-Datensätze und Online-Bewertungen. Transaktionen und Geräteübergreifende Nutzungsmuster. 
    Die Liste ist endlos…

    Einfach ausgedrückt: Nutzerdaten gibt es in vielen Formen und Grössen – und auch aus vielen unterschiedlichen Quellen. Die Auswertung von Nutzerdaten kann daher schnell mal überwältigend vorkommen, vor allem ohne den richtigen Blickwinkel. Infolgedessen scheitern Unternehmen oftmals daran, eine effektive Datenanalyse und -Nutzung durchzuführen, und verringern so die Wirkung ihres wertvollsten Unternehmenswertes: ihre Daten.

     

    «Machen Sie sich eins klar:
    Daten sind Macht und Geld.»

     

    I Stammdaten

    Stammdaten bilden das grundlegende Verständnis Ihres Unternehmens für jede Nutzerbeziehung. Viele – wenn nicht sogar die meisten – Standarddatenfelder in einem CRM-System können als Stammdaten betrachtet werden. Der Name eines Kontakts, die E-Mail-Adresse, die Telefonnummer, die Berufsbezeichnung und verbundene Organisationen sind Beispiele für grundlegende Nutzerdaten. Demografische Daten, wie Geschlecht und Einkommen, oder firmenbezogene Daten, wie Jahresumsatz oder Branche, sind ebenfalls Stammdaten.

    Wenn sie über mehrere Kontakte und/oder Organisationsdatensätze hinweg aggregiert und analysiert werden, bilden die Stammdaten die Grundlage für die Segmentierung der Zielgruppe. Durch die Verwendung von Tags oder Dashboards in Ihrem CRM können Sie dann beginnen, zu visualisieren, wie viele Kunden gemeinsame Attribute aufweisen.

    • Name
    • Vorname
    • E-Mail-Adresse
    • Telefonnummer
    • Berufsbezeichnung
    • Unternehmen
    • Branche
    • Geschlecht
    • Einkommen
    • Jahresumsatz
      etc. 

     

     

    II Interaktionsdaten

    Manchmal auch als «Engagement»-Daten bezeichnet, umfassen Interaktions-Daten alle Berührungspunkte, die Benutzer mit Ihrem Unternehmen haben. Kurz gesagt: alle Interaktionen, die ein Nutzer mit Ihrem Unternehmen macht. Interaktionsdaten sind besonders nützlich, um Entscheidungen zu treffen, die sich auf die Buyer/Customer Journey beziehen. Pageviews, Ebook-Downloads, Social Shares, E-Mail-Anfragen und Demo-Anfragen sind dafür einige gängige Beispiele.

    Interaktionsdaten werden oft für übergeordnete Berichte oder Dashboards aggregiert (mit der Möglichkeit, weitere Einblicke zu gewinnen). Sales- und Marketing-Experten untersuchen jeweils diese Interaktionsdaten in der Webanalyse, um die Effektivität von Kampagnen und die Rendite von Werbeausgaben (ROAS/ROI) zu überprüfen.

    • Pageviews
    • CTA Klicks
    • Öffnungen und Klicks in E-Mails 
    • Social Media Likes & Shares
    • Downloads
    • Anmeldungen
    • Kommentare
    • Referrals
    • Conversions
      etc. 

     

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    III Transaktionsdaten

    Transaktionsdaten sind Informationen, die aus einer Transaktion (meistens durch Geld) zwischen Benutzern und Unternehmen aufgezeichnet werden. Wie haben die Besucher interagiert? Wie häufig kaufen sie ein, und wie viel geben sie aus? Welche Artikel kaufen sie am meisten und welche kaufen sie für gewöhnlich zusammen ein?

    Doch der Begriff «Transaktionsdaten» ist weit gefasst und umfasst alles von Käufen und Zahlungen bis hin zu Reservierungen, Beschwerden, Garantiefälle oder Anfragen.

    • Anzahl Käufe
    • Durchschnittlicher Warenkorb-Betrag
    • Retouren
    • Rechnungen
    • Zahlungen
    • Kredite
    • Reservationen
    • Abonnements
    • Anmeldungen
      etc. 

     

     

    IV Externe Daten

    Externe Daten sind Daten, die nicht von Ihrer eigenen Organisation erfasst wurden. Diese Daten werden normalerweise von einer Quelle ausserhalb Ihrer Organisation bezogen. Also alle vorhandenen Daten über einen bestimmten Markt oder ein Marktsegment. Marktdaten sind der wichtigste Untersuchungsgegenstand der Marktforschung für Sales und Marketing. Beispiele hierzu wären Firmendaten, Wetter, Marktdaten (soziodemographische und sozioökonomische Daten) etc.

    • Marktdaten
    • Branchendaten
    • Firmendaten
    • Trends
    • Bevölkerungsstruktur
    • Kaufkraft
    • Wetter
      etc. 

     

     

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    Mit Nutzerdaten mehr erreichen 

    Mithilfe von Nutzerdaten lassen sich eine Unmenge an unterschiedlichen Optimierungen durchführen: 

    • Up- und Cross-Selling
      Das Anbieten von ähnlichen Produkten oder Services 

    • Engagement und Conversion Rate steigern
      Das Engagement von Kunden auf Ihren Plattformen sowie die Anzahl Verkäufe erhöhen. 

    • Content Marketing
      Bedürfnisse mit zielgerichteten Inhalten besser befriedigen

    • Individualisierte Kommunikation 
      Eine individuelle Ansprache und Kommunikation für eine bestmögliche Nutzererfahrung. 

    • Automatisierungen 
      Das Automatisieren der Kommunikation zwischen Ihnen und Ihren Nutzern. 

    • Interne Marktforschung betrieben
      Was, wann, wie und wo: Erfahren Sie alles über Ihre Kunden und Ihr Unternehmen und bauen Sie darauf auf. 

    • Kundenbindung stärken 
      Verbessern Sie Ihre Kundenbeziehungen und stärken Sie so die Bindung zu Ihrem Unternehmen. 

      ... und vieles mehr. 

     

    Fazit 

    In der heutigen digitalen Landschaft sind wir mit riesigen Datenmengen konfrontiert. Daher ist es entscheidend, herauszufinden, welche Daten Ihr Unternehmen sammeln und auswerten kann und welche davon für Ihr Unternehmen besonders wertvoll sind. Nur mit der Auswertung und Analyse aller 4 Arten von Nutzerdaten können aussagekräftige Schlüsse über die Nutzer und deren Verhalten gezogen werden. Als zukunftsorientiertes Unternehmen müssen Sie diese nutzen, um starke Sales- und Marketingansätze sowie effektive Strategien zu entwickeln.

    Machen Sie sich eins klar: Daten sind Macht und Geld. Nur so können Sie verstehen, was Ihre Kunden/Benutzer wollen und brauchen, und Ihr Geschäft effektiv ausbauen. Die Antwort darauf, wie Sie Ihren Kunden ein besseres und personalisiertes Erlebnis bieten können, liegt in Ihren ausgewerteten Daten.

     


     

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    Themen: Sales & Marketing, Web Analytics, digitalisierung, marketingcontrolling, datenanalyse, data, datenhygiene, datenqualität

    Autor: Jenny Brawand