Teamspirit trotz Homeoffice – geht das?

    von Alexander Wicki am 31.03.20 10:12

    Homeoffice –  von den einen gefördert, von anderen verteufelt. Tausende Arbeitsplätze wurden durch die Empfehlungen des BAG anlässlich der aktuellen Krisensituation quasi über Nacht «zwangsdigitalisiert». Dies hat nicht nur Auswirkungen auf unsere Arbeitsweise, sondern stellt auch die zwischenmenschlichen Beziehungen in Teams und den Teamspirit auf die Probe. Im folgenden Beitrag zeigen wir, wie atedo mit der Situation umgeht.

    Seit Beginn der aktuellen Corona-Krise haben viele Unternehmen ihre Mitarbeitenden ins Homeoffice geschickt. Das Thema ist omnipräsent, wie auch ein Blick in Google Trends zeigt.

    Google Suchanfragen Homeoffice Schweiz

    Wir bei atedo konnten uns relativ schnell an die neue Situation anpassen. Die Infrastruktur war grösstenteils schon auf Homeoffice ausgelegt. Zudem gehörte das externe Arbeiten für viele von uns schon vor der aktuellen Krise zum normalen Arbeitsalltag. Tools wie Skype, Microsoft Teams oder Zoom für eine effiziente Kommunikation und Organisation waren bereits im Team etabliert. Deshalb konnten wir unsere PS sehr schnell wieder auf den Boden bringen.

    So waren wir also bereit, unserer Arbeit nach wie vor produktiv zu begegnen. Doch wir merkten schnell, dass irgendwas fehlt. Das TEAM! Wir pflegen bei atedo eine sehr soziale und freundschaftliche Unternehmenskultur. Gerade in der aktuellen Zeit, in der auch private und soziale Kontakte weitgehend wegfallen, haben die Teammitglieder einen grossen Einfluss auf Wohlbefinden und Rückhalt.

    Doch wie sollten wir mit dieser Situation umgehen? Bis heute haben sich drei Massnahmen etabliert, die unseren Teamspirit aufrechterhalten und mit denen wir der «Gefangenschaft» Homeoffice mit einem Lachen entgegentreten.

     

    Daily Stand-ups

    Unsere täglichen Abgleichmeetings (Daily Stand-ups) hat es schon vor der Ära Homeoffice gegeben. Am Daily Stand-up tauschen wir uns über aktuelle Projekte, Tasks, Probleme und Freuden aus. Dieses Gefäss haben wir nun digitalisiert und treffen uns täglich um 10 Uhr zu einem Teamabgleich, bei dem nun neben Geschäftlichem auch über Privates oder die aktuelle Situation diskutiert wird. Der Daily Stand-up ist für alle Teammitglieder Pflicht und wird von einem der Teamleiter moderiert. 

     

    Kaffeepause

    «Käffele» poppt täglich um 16 Uhr in unserem Skype-Teamchat in grausigem herrlichem Baseldeutsch auf. Es ist Zeit für eine Kaffeepause.

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    Im Office kommt es höchst selten vor, dass wir alle gleichzeitig eine gemeinsame Pause einlegen. Einerseits tauschen wir uns während des ganzen Tages schon genügend aus, andererseits lässt es unsere Arbeit auch oft nicht zu. Seitdem wir im Homeoffice sind, hat sich das geändert. Die Kaffepause hat sich zu einem fixen Termin entwickelt, an dem die meisten Teammitglieder teilnehmen, um sich über dies und das auszutauschen.

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    Fürobe-Drink

    Auf Wunsch mehrerer Teammitglieder wurde die Kaffeepause vom Freitag in einen Feierabend-Drink umgewandelt. Nun läuten wir –  anstatt in einer Bar oder einem Café – gemeinsam vor dem Bildschirm (respektive virtuell an einem Strand, im Stadion oder im Pub) das Wochenende ein. In lockerer und freiwilliger Atmosphäre versuchen wir so, ein Stück Normalität in die schwierige Gesamtsituation zu bringen. Bereits haben wir auch schon einige Vorteile des digitalen Anstossens festgestellt. Nebst dem Umstand, dass keiner mehr ans Steuer muss und es deshalb auch das eine oder andere Glas mehr sein darf, können Ferienerinnerungen, interessante Artikel oder spannende Tools das Erzählte über den geteilten Bildschirm untermalen. 

     

    Fazit

    Die aktuelle Situation macht den Teamzusammenhalt nicht einfach. Doch anstatt über den Umstand zu jammern und zu klagen, haben wir einen Weg gefunden, um die fehlenden persönlichen zwischenmenschlichen Kontakte bis zu einem gewissen Grad auszugleichen. Der «Erfolg» unserer digitalen Treffen hat auch damit zu tun, dass dies keine interne Vorgabe vom Top-Management war, sondern vom Team organisiert und gelebt wird.

    Es ist kein Zustand, den man sich für immer wünscht. Aber für den Moment gibt es uns Freude, Motivation und ein gutes Gefühl.

    Haben auch Sie Massnahmen zum Team-Zusammenhalt ergriffen? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns: hallo@atedo.ch

     

    Themen: Unternehmenskultur

    Autor: Alexander Wicki

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